Praxis für ganzheitliche Heilkunde Dirk Ohlsen Heilpraktiker München
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An dieser Stelle möchte ich einige Ausführungen zu der Macht einer Suggestion machen:

Jeder kennt sicherlich gut gemeinte Aussagen von Freunden oder Bekannten folgender Art:
"Du siehst heute aber schlecht aus!" oder "Geht es Dir nicht gut?"

Natürlich sind diese Sätze, gerade von Freunden, in der Regel gut gemeint. Aber was für eine Wirkung haben sie zur Folge?
Meist wird derjenige, der vermutlich schon selbst weiss, dass heute nicht sein Tag ist, sich noch schlechter fühlen.

Insofern sollte man sich fragen, ob solche eher destruktiven Sätze doch nicht eher vermieden werden sollten. Es dürfte nur wenige Menschen geben, die sich nach so einem Satz besser fühlen als vorher - und Freunde und Bekannte wollen sicher nicht wirklich die Situation noch verschlechtern.

Im Alltag sind solche Suggestionen noch vergleichsweise harmlos, aber was passiert, wenn beispielsweise ein Mensch in einem Schockzustand eine solche Suggestion übermittelt bekommt?

Aus der Hypnose wissen wir, wie kraftvoll Suggestionen sein können, wenn diese ungefiltert in das Unterbewusstsein eindringen können, ohne den Filter des logischen Bewusstseins zu passieren. Allerdings muss ein Mensch nicht in vollständiger Hypnose sein, um hierdurch gefährdet zu werden. Ein leicht meditativer oder ein Schockzustand sind ebenfalls Bewusstseinszustände, in denen man sehr offen für Suggestionen ist. Und Suggestionen erfüllen sich für gewöhnlich.

Wenn wir als Beispiel nun einen Menschen nehmen, der beim Arzt die Diagnose Krebs gestellt bekommt, dann befindet sich dieser vermutlich augenblicklich im Schockzustand. Eine der ersten Fragen an den Arzt wird sein: "Wie lange habe ich noch zu leben?" In dieser Situation ist es wichtig zu wissen, dass die Antwort vermutlich eine sehr kraftvolle Suggestion sein wird. Es gibt zahlreiche dokumentierten Fälle aus der Praxis, dass eine genannte Lebensspanne häufig mit der tatsächlichen Überlebenszeit übereinstimmte. Mit Hellsichtigkeit des Arztes dürftes dies wenig zu tun haben. Bei Unfällen lässt sich durch Suggestionen die Genesungsphase und die Heilung ebenfalls wesentlich durch Ersthelfer und Ärzte beeinflussen - sowohl positiv als auch negativ. Wichtig für Angehörige an dieser Stelle: Ein Schockzustand kann je nach Erlebnis durchaus Tage oder Wochen andauern. Er muss nicht auf wenige Minuten beschränkt sein.

Insofern sollte man sehr verantwortungsvoll in solch einer Situation handeln und sich der Macht der eigenen Sätze bewusst sein. Sicher ist es vom Einzelfall abhängig, aber eine einfühlsame, positive Sprache und entsprechend Zeit sind in diesem Moment absolut erforderlich. Leider erlebe ich es zu häufig, dass Patienten mit ihren Ängsten alleine gelassen werden und andere Mitmenschen mit Worten, meist liebevoll gemeint, grossen Schaden anrichten.

Ich kenne ein Beispiel einer Meditationsgruppe, die - an sich alle gesund - in einer geführten Meditation (über die letzten Monate einer Krebserkrankung) zusammen kamen. Alle Menschen dieser Gruppe erkrankten innerhalb von wenigen Monaten an Krebs. Der Meditationslehrer war sich offensichtlich nicht bewusst, was für kraftvolle Suggestionen er da hervorrief. Er brachte damit u.a. auch unterbewusste Ängste in jedem Teilnehmer nach oben, die sich dann unkontrolliert als körperliche Symptome ausbreiteten. Das besonders Gefährliche an einer Suggestion ist, dass sie meist nur noch im Unterbewusstsein wirkt, während wir uns auf der bewussten Verstandesebene daran nicht erinnern. Werden Sie im Alltag mit so etwas konfrontiert, verlassen Sie im eigenen Interesse die Veranstaltung umgehend. Kein Mensch hat das Recht, Ihnen negative Gedanken ins Unterbewusstsein "einzupflanzen". 

Es ist heutiger Stand der Physik, dass wir alle mit unseren Gedanken physikalische Experimente beeinflusssen können. Wenn wir erwiesenermaßen mit unseren Gedanken Maschinen beeinflussen können, muss dies umso mehr auch für biologische Systeme wie den Körper und die zwischenmenschliche Kommunikation gelten. Insofern wäre es für alle Beteiligten einer Gesellschaft wohl am klügsten, wenn sie liebevoll und positiv miteinander umgehen würden. 

Tragische Situationen im Leben sind so wie sie sind. Sie liegen in der Vergangenheit. Wir sollten Sie mit unseren Worten und Handlungen nicht noch im negativen Sinne in der Gegenwart verstärken. Besser wäre es vermutlich, nach Wegen und Lösungen zu suchen, als viel zu häufig unsere ganze Aufmerksamkeit auf Probleme zu richten. Gerade die Medien wären hier aufgefordert, die häufig von Problemen berichten und Ängste in Menschen hochbringen, die ihnen vorher überhaupt nicht bewusst geworden wären. Dass ein Medium wie das Fernsehen eine hochwirksame Suggestivwirkung hat, weiss nicht zuletzt die gesamte Werbewirtschaft. Sobald wir dies verstehen, werden diese Suggestionen ihre Macht über uns verlieren. 

Sofern wir Suggestionen im Alltag verwenden, sollten wir darauf achten, diese ausschliesslich positiv und schöpferisch-kreativ einzusetzen.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin kein Freund eines "Alles ist gut Fatalismus" - wenn eine Situation beängstigend ist, wird man nichts erreichen, wenn man sich lediglich einreden möchte, dass alles gut ist. Ich plädiere für einen gesunden Realismus im Alltag und die Fokussierung der Gedanken auf Lösungen, nicht auf Probleme.
  

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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